RUNNER UP
PINCH ME! L202 just woke up...
Team
Rune Hattig (DE), architect
Janke Rentrop (DE), urban planner
Johannes Trautmann (DE), architect
Clara von den Driesch (DE), urban planner
aus Berlin (DE)
Projektbeschreibung des Team: PINCH ME! Die L202 ist erwacht … als „Klimastraße”. Angesichts des demografischen Wandels, neuer Mobilitätsbedürfnisse und der Klimakrise musste sich die L202 verändern. Mit Beiträgen vieler Interessengruppen und gezielten kleinen Eingriffen wird sie zu einer „Klimastraße” – einem Modell für nachhaltige Infrastruktur im Rheindelta. Sie ist keine Barriere mehr, sondern unterstützt nun das öffentliche Leben, die Stadtentwicklung, die Biodiversität und die regionale Landschaft. Neue Mikrozentren verbinden Nachbarschaften und binden die Straße in ihren lokalen und regionalen Kontext ein. Als erste regionale Klimastraße ist die L202 der Schlüssel zu einer lebenswerten, nachhaltigen Zukunft. (übersetzt von EUROPAN Österreich, Original siehe englische Website)
Jurybeurteilung: "Das Projekt überzeugt durch den ambitionierten Ansatz, die stark verkehrsbelastete L202 in eine „Climate Street“ zu transformieren – eine Straße, die nicht länger Barriere, sondern verbindendes Rückgrat einer klimagerechten Regionalentwicklung wird. Mit einem fein austarierten System aus drei Interventionstypen – Tree Bridge, Green Bay und Common Ground – schlägt das Team effiziente, kleinskalige und übertragbare Maßnahmen vor, die mit begrenzten Mitteln eine große Wirkung entfalten können.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Idee einer durchgängigen grün-blauen Infrastruktur entlang der Achse. Landschaftskorridore und Straßenmodule verknüpfen ökologische und soziale Räume und eröffnen neue Querbeziehungen zwischen zentralen Orten. Damit wird die Straße zu einem Ort des Austauschs zwischen Mobilität, Natur und Gemeinschaft.
Das Team übersetzt die Herausforderungen der Fokusgebiete gekonnt in räumliche Strategien: Mikrozentren entlang der L202 verbinden Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Freizeit, während neue Plätze, Höfe und „Common Grounds“ als soziale Ankerpunkte den öffentlichen Raum stärken.
Während die städtebaulichen Ansätze und Prozessvorschläge klar erkennbar und überzeugend sind – insbesondere der Fokus auf interkommunale Zusammenarbeit und partizipative Entwicklung – bleiben die verkehrlichen und landschaftlichen Maßnahmen teilweise abstrakt. Der Begriff der „Climate Street“ wird atmosphärisch eingeführt, könnte aber in seiner konkreten räumlichen und gestalterischen Umsetzung noch präzisiert werden.
Insgesamt zeigt die Arbeit ein starkes Verständnis für die Notwendigkeit gemeinsamer Transformation und legt eine überzeugende Grundlage für einen regional abgestützten Entwicklungsprozess, der beispielhaft für viele vergleichbare Infrastrukturräume stehen kann.“








